Die Schweiz ist eines der am meisten besuchten Länder Europas, doch es gibt eine Sache an seinem Telekommunikationssystem, die heraussticht. Die Schweiz liegt geografisch mitten in Europa ,ist jedoch kein Mitglied der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).Das hat einige weitreichende Auswirkungen in Bezug auf die Nutzung von Mobilfunkdaten in diesem Gebiet. Die EU-Verordnung Roam Like at Home die 2017 in Kraft getreten ist und die Freizügigkeit beim Roaming im Ausland innerhalb der EU gewährleistet ,gilt nicht für die meisten Standardtarife in der Schweiz.
Die Roaming Falle: Warum die Datenvolumina in der Schweiz so teuer sind
Europäische Telekommunikationsunternehmen zählen die Schweiz nicht zu dem regulierten Landekreis 1 (EU/EEA), sondern zu dem regulierten Landekreis 2. Für diese Gruppe gibt es keine rechtlich festgelegten Preisobergrenzen pro Megabyte. Wenn zum Beispiel eine Software für die Navigation oder die Synchronisierung von Cloud-Anwendungen automatisch beim Überqueren der Grenze in einem Zug oder beim Ankommen am Flughafen Zürich startet, werden mehrere hundert Megabyte Hintergrunddaten in zweistelligen Eurobeträgen berechnet.
Obwohl es zwar rechtliche Schutzsysteme gibt die eine automatische Trennung der Datenverbindung vorsehen sobald die Kostengrenze, oft um die 59,50 Euro brutto, erreicht ist. Doch ein solcher Puffer wird sehr schnell in wenigen Minuten intensiver Kartennavigation oder Video-Streaming verbraucht – danach steht kein Datenverkehr mehr zur Verfügung es sei denn man gibt zusätzliche Geldbeträge für Aufladungen aus.
Das Netzwerkinfrastruktur in der Schweiz: Swisscom, Sunrise und Salt
Wenn man die Netzqualität betrachtet, gehört die Schweiz zu den besten Ländern der Welt. In der Schweiz gibt es drei Netzbetreiber:
Swisscom: Dies ist der Marktführer;er bietet eine maximale Netzabdeckung vor allem in den alpinen Regionen, Seitentälern und Wanderwegen in Berggebieten.
Sunrise: Dieser Betreiber bietet eine hervorragende 5G Netzabdeckung auf Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen sowie in städtischen Gebieten.
Salt: Der Salt-Betreiber ist preislich wettbewerbsfähig, operiert aber hauptsächlich in Agglomerationen und dicht besiedelten Tälern.
In der alpinen Region macht die Topographie sehr besondere Anforderungen an die Ausbreitung von Radiowellen.Reflexionen von Felswänden, Abschirmung durch Gebirgsketten und dicke Betonwände in Lawinenkellern erfordern ein dichtes Netz von Sendemasten. Wenn du außerhalb der Großstädte wie Genf,Bern oder Zürich reist dann wirst du sicherlich die flexible Integration mit den führenden Anbietern in der Schweiz zu schätzen wissen.
Digitale Vernetzung: Wie funktioniert eSIM während deiner Reisen?
Seit vielen Jahren galt der Kauf einer lokalen Prepaid-SIM-Karte als einzige Alternative zu teuren Roaming-Pässen. Doch in der Schweiz ist diese Lösung aufgrund gesetzlicher Beschränkungen eingeschränkt: Laut BÜPF (Registrierung von Telekommunikationsdiensten in der Schweiz) erfordert der Kauf einer Prepaid SIM Karte eine Identifikation mit Reisepass oder Video ID. Die Entwicklung der Technologien die Nutzung von eSIM (Embedded SIM) die in einem Smartphone installiert ist hat die Situation radikal vereinfacht. Das digitale Profil wird online gekauft und per QR-Code oder direkt in das Smartphone-System hochgeladen. Unbegrenzte Datenpakete und flexible Tarif Pakete können mit dem eSIM Schweiz von Holafly in deinem Smartphone vor Erreichen der Grenze installiert werden.
In Bezug auf die Technik bietet die Dual-SIM-Funktionalität folgende Vorteile:
Erreichbarkeit gewährleisten: Die physische SIM-Karte dient als Garantie dafür das es möglich ist Notrufe zu tätigen und die Bestätigung von SMS TANs (z.B. beim Online Banking) zu erhalten.
Kostensicherung: Das Roaming von Daten ist in den Einstellungen für die physische SIM Karte deaktiviert und ist nur über die digitale Daten eSIM verfügbar.
Sofortige Verbindung:Sobald man eine Grenze überquert hat,meldet sich das Telefon sofort beim Partner-Netzwerk in der Schweiz an.
Betriebliche Empfehlungen für Berggebiete
Bei Besuchern die die Schweiz mit mobilen Daten nutzen folgende betriebliche Punkte sollten beachtet werden:
Optimierung des Energieverbrauchs beim Wechsel zwischen Netzwerken: Während Sie sich in den Bergen aufhalten oder durch Tunnel (wie den Gotthard-Basistunnel) mit dem Zug fahren, wechselt Ihr Telefon ständig zwischen Netzwerken und verliert die Verbindung. Eine ständige Suche nach neuen Zellen mit maximaler Leistung führt zu einer leeren Batterie. Daher ist es bei längeren Reisen ratsam den 5G-Modem in den LTE Modus umzuschalten um Energie zu sparen.
Herunterladen von Offline-Kopien wichtiger Kartenmaterialien:
Trotz der ausgezeichneten Netzabdeckung des Landes gibt es tote Zonen, einschließlich Täler und Bergregionen. Die Offline Karten Kopien von Regionen wie dem Berner Oberland oder Wallis sollten im Voraus heruntergeladen werden, um Datenvolumen zu sparen.
Keine Hintergrundaktualisierungen laufen lassen:
Auch wenn Sie einen großzügigen Datenplan haben ist es ratsam Fotos nur im Hotel in der Cloud zu sichern um den mobilen Bandbreitenverbrauch für Navigation und Kommunikation zu sparen.
Eine effiziente Konfiguration dieser Verbindung über die digitale SIM Lösung schützt Sie immer vor den üblichen Roaming Kosten in Nicht EU Gebieten und stellt sicher das Sie immer effizient mobil verfügbar sind in der Stadt oder auf der Passhöhe.



