Im Deutschen kann „eine Vape“ das Gerät meinen, das jemand in der Hand hält. Im Gespräch über „eine Vape mit Minzgeschmack“ geht es dagegen meist um die Flüssigkeit darin. Solange der Zusammenhang klar ist, fällt dieser Unterschied kaum auf.
Interessant wird er bei Begriffen wie „nikotinfrei“ oder „nachfüllbar“. Was genau ist damit gemeint? Ein kurzer Blick auf die Sprache rund um die E-Zigarette hilft, die Begriffe auseinanderzuhalten.
Was macht eine Vape nikotinfrei?
Der Ausdruck vape ohne nikotin klingt zunächst so, als beschreibe er einen eigenen Gerätetyp. Tatsächlich bezieht sich „ohne Nikotin“ auf das Liquid, also die Flüssigkeit, die das Gerät erhitzt. Während „Minze“ etwas über das Aroma aussagt, bezeichnet „0 mg/ml“ die angegebene Nikotinkonzentration. Die beiden Angaben beantworten unterschiedliche Fragen.
Anschaulich wird das bei einer E-Zigarette mit wechselbarem Pod. Der Akku bleibt im Gerät, während sich der kleine Behälter mit dem Liquid austauschen lässt. Ob gerade ein nikotinfreies Liquid verwendet wird, hängt in diesem Fall vom eingesetzten Pod ab.
Der Name auf dem Akku bleibt derselbe. „Nikotinfrei“ sagt dabei ausschließlich etwas über den Nikotingehalt aus.
Warum haben Vapes oft mehrere Namen?
Wer sich einen Überblick über vape marken verschafft, begegnet neben Markennamen auch Seriennamen und Modellbezeichnungen. Das Prinzip kennt man von Kaffeemaschinen: Auf zwei Geräten kann derselbe Markenname stehen, obwohl sie unterschiedliche Kapseln verwenden. Bei E-Zigaretten bezeichnet die Marke ebenfalls eine ganze Produktfamilie. Erst der Modellname verrät, von welchem Gerät die Rede ist.
Das erklärt auch, weshalb jemand im Gespräch nur einen kurzen Namen verwendet, während in einer Beschreibung gleich mehrere Wörter hintereinanderstehen. Die Marke ordnet das Produkt ein, die Serie grenzt es weiter ein, und ein Zusatz kann die konkrete Ausführung bezeichnen.
Wer etwa wissen möchte, welcher Ersatzpod zu einem vorhandenen Gerät passt, braucht die Modellbezeichnung. Der Markenname allein ist dafür oft zu ungenau.
Was verraten Begriffe wie „Ice“ und „Mint“ über den Geschmack?
„Mint“ und „Ice“ klingen ähnlich, beschreiben aber unterschiedliche Eigenschaften. „Mint“ steht für einen Minzgeschmack. Mit „Ice“ meinen Hersteller meist das kühlende Gefühl beim Ziehen. Eine Sorte namens „Watermelon Ice“ kann deshalb nach Wassermelone schmecken und sich kühl anfühlen, ohne dass eine deutliche Minznote zu erkennen ist.
Wie stark diese Kühle ausfällt, lässt sich am Namen allein kaum ablesen. Zusätze wie „Fresh“ oder „Extra Ice“ folgen keiner einheitlichen Skala. Sie geben eine grobe Vorstellung davon, wie sich eine Variante von der klassischen Sorte derselben Marke unterscheidet.
Was ist der Unterschied zwischen Pod, Tank und Liquid?
Mit „Tank“ ist der Behälter für das Liquid gemeint. Ein Pod ist eine herausnehmbare Kartusche, die diese Aufgabe übernimmt.
Manche Pods kommen vorgefüllt, andere lassen sich über eine dafür vorgesehene Öffnung befüllen. „Liquid“ wiederum bezeichnet ausschließlich den Inhalt. Wer also von einem „leeren Pod“ spricht, meint die Kartusche, in der sich keine Flüssigkeit mehr befindet.
Ähnlich alltagstauglich ist die Unterscheidung zwischen „aufladen“ und „nachfüllen“. Aufgeladen wird der Akku, nachgefüllt wird das Liquid. Deshalb kann ein Gerät einen Ladeanschluss besitzen und trotzdem mit vorgefüllten Pods arbeiten.
Wer diese beiden Handgriffe einmal gedanklich getrennt hat, versteht auch den Satz „Der Akku ist voll, aber der Pod ist leer“ auf Anhieb.



